kurze-geschichte
Saffier Maritiem BV ist ein Familienbetrieb der Gebrüder Hennevanger. Vater Richard hatte eine Werft in Australien, verkaufte das Unternehmen jedoch und kam zurück in die Niederlande, um für sich selbst eine Segeljacht zu bauen. Damit fuhr die Familie acht Jahre rund um die Welt. Zurück in den Niederlanden fand der Vater wieder Arbeit im Schiffsbau, in den ersten Jahren vornämlich in der Berufsschifffahrt und Fischerei. Ende der Achtzigerjahre verlagerte er seine Aktivitäten immer mehr in Richtung Jachtbau. Mitte der Neunzigerjahre übernahmen seine beiden Söhne Dennis und Dean das Unternehmen. Inzwischen ist Saffier Maritiem zu einer großen Jachtwerft gewachsen.
 

 

   

pa-hennevangerEine Jachtwerft wie Saffier Maritiem entsteht natürlich nicht einfach so. Werfen wir einen Blick zurück in der Zeit, in die Mitte der Fünfzigerjahre. Richard Hennevanger kauft bereits im Alter von 12 Jahren zusammen mit seinem Vater sein erstes Boot; einen „Regenbogen“ (= Kielboot für drei Personen). Eigentlich können wir nicht wirklich von einem Boot sprechen, denn der „Regenbogen“, den sie kaufen, ist eher Treibholz. Dennoch glauben Vater Hennevanger und Sohn Richard daran. Sie schwitzen Blut und Wasser, aber schließlich gelingt es ihnen, daraus wieder einen wunderschönen „Regenbogen“ zu machen. Eines Tages, sie segeln in der Mündung bei IJmuiden, werden sie von einem Küstenschiff zu sich gewunken. Der Kapitän des Küstenschiffs verliebt sich auf den ersten Blick in den „Regenbogen“ und kauft ihnen diesen sofort ab. Der „Regenbogen“ wird an Bord des Frachtschiffs gehoben, Vater und Sohn Hennevanger erhalten Geld und werden ans Ufer gebracht. Richard ist von nun an vom Segelvirus infiziert, und das hört auch nicht mehr auf. Nach seiner Militärzeit beschließt Richard 1961, zusammen mit seiner Frau nach Australien zu emigrieren. Schon bald eröffnet Richard Hennevanger seine eigene Werft. Sie wächst, und Mitte der Sechzigerjahre arbeiten dort bereits 15 Personen. Pro Jahr werden 40 Bote gebaut. Das Segelschiff Santana ist ein Kajütsegeljacht mit 9,50 Meter und 11 Meter.

Inzwischen arbeitet er häufig mit Designern zusammen an besonderen Booten, worunter auch welche mit 12 Metern Länge. Er wird vor allem von Bob Miller, der später seinen Namen in Ben Lexcen verändern wird (er entwirft später die berühmte Australia 2 mit dem Flügelkiel, die als erstes als nicht-amerikanisches Schiff den America’s cup gewinnt.), inspiriert. Zusammen mit Bob Miller zeichnet er an einem neuen Schiff, mit dem er seinen nächsten Traum verwirklichen will: Mit seiner Familie einmal die Welt zu umsegeln.

1972 verkauft er alles in Australien und beschließt, in Zukunft Segeljachten in Holland zu bauen. Er übersiedelt mit der ganzen Familie - die beiden Söhnen Dennis und Dean, die in Sydney geboren wurden, sind zu diesem Zeitpunkt 7 und 4 Jahre alt - in die Niederlande. Dennis und Dean können zu diesem Zeitpunkt bereits beide segeln, und Dennis fährt in der Bucht von Sydney bereits die ersten Junior-Wettkämpfe. Die Jacht, eine 16 Meter lange Ketch, genannt „Spirit of Sydney’’, wird in der Rekordzeit von einem Jahr gebaut. In den folgenden 8 Jahren segelt die Familie Hennevanger mit der „Spirit of Sydney" um die ganze Welt. Die Söhne kommen mit vielen verschiedenen Kulturen in Kontakt und erwerben dadurch eine gute Allgemeinbildung. Mutter Hennevanger bringt ihnen Rechnen und Schreiben bei. Nebenbei lernen Dennis und Dean mit der „Spirit of Sydney“ auf spielerische Weise alle Facetten des Segelns kennen. Als die Familie 1980 beschließt, die „Spirit of Sydney’’ zu verkaufen und nach Holland zurückzukehren, können beide Söhne das Schiff auch blind segeln, vertäuen und navigieren.

Zurück in Holland eröffnet Richard Hennevanger erneute eine Schiffswerft. Dennis macht eine Ausbildung zum Steuermann, während Dean eine für Schiffbau macht. Neben der Ausbildung stürzt sich Dennis gänzlich auf eine neue Wassersportart, das Windsurfen. Zwischen 1980 und 1985 wird Dennis wohlgemerkt 3 Mal niederländischer Meister und 2 Mal europäischer Meister im Brandungssurfen und beweist damit sein Talent. Nachdem Dean seine Ausbildung abgeschlossen hat, tritt er bei seinem Vater in Dienst und beginnt sogleich mit dem Bau seines ersten Schiffes, einem 9 Meter langen Katamaran, genannt „Hotlegs’’. Ein Jahr später taucht dieser bereits in IJsselmeerwasser, wo Dean so manchem Segler einen gewaltigen Schreck einjagt, weil er mit 20 Knoten vorbeirast. Dennis kann vom Reisen noch nicht genug bekommen, und als seine Surffaszination abnimmt, arbeitet er als Kapitän auf verschiedenen großen Segeljachten im Mittelmeer.

over-saffier1991 kommt auch Dennis zur Firma, die zu diesem Zeitpunkt gerade mit der Produktion von Rettungsbooten beschäftigt ist. Außerdem werden one-off Segeljachten für Privatpersonen gebaut, variierend von 30 bis 46 ft. Langsam aber sicher zeigt sich in den Neunzigerjahren, dass die beiden Brüder das Unternehmen übernehmen werden. Es ist der Wunsch der beiden Brüder, ein eigenes Produkt zu haben, und der Senior beginnt zu zeichnen. Der Entwurf eines hochseefähigen Offenen Segelbootes mit einer Länge von 6.50 Meter ist im September 1997 fertig gestellt. Anfang Januar ist das erste Schiff fertig und wird einigen Probefahrten unterzogen. Die erste Probefahrt findet bei -15 Grad und Windstärke 7 statt. Kein Vergnügen, aber das offene Segelboot, das inzwischen den Namen „Saffier’’ bekommen hat, hält durch. Man meldet sich zur HISWA an, auf der das Interesse für das neue Schiff enorm ist. Direkt auf der HISWA werden einige Saffiere bestellt, und sie beginnen mit dem Bau. Aufgrund der weit reichenden Erfahrungen der Familie verlieren die Hennevangers nicht den Kopf und sorgen dafür, dass innerhalb eines Jahres 18 perfekt gebaute Saffiere die Kunden erreichen. Dabei zeigt sich auch erstmals deutlich die Rollenverteilung. Der eher extrovertierte Dennis übernimmt den Verkauf, während Dean die technische Seite der Produktion übernimmt.

1999 demonstriert Dennis zusammen mit einem Wassersportjournalisten, aus welchem Holz die Saffier 6,50 wirklich geschnitzt ist. Bei Windstärke 7 aus südwestlicher Richtung machen sie die Überfahrt von IJmuiden nach Lowestoft, über einen Entfernung von 110 Meilen. Ohne ein einziges Problem erreichen sie die andere Seite und beweisen damit die Hochseetauglichkeit der Saffier.

2001 beschließen die beiden Brüder, dass es einen Nachfolger geben müsse. Der Vater muss einen neuen Entwurf anfertigen. Ein Jahr später ist die Saffier 8.00 Realität. Auch in diesem Schiff spiegelt sich die Erfahrung der Hennevangers wider. Das findet auch die Presse, und 2003 ist die Saffier 8.00 für das Boot des Jahres nominiert. Mit 1 Punkt Differenz zum Gewinner (max fun35) wird sie zweite. Gleich darauf wird die Saffier 8.00 für das europäische Boot des Jahres 2004 nominiert. Die Hennevangers müssen die Teilnahme wegen ihrer vielen Aufträge jedoch absagen und entscheiden sich damit eindeutig für ihre Kunden. Ende 2004 beginnen sie mit einem Entwurf für ein weiteres Schiff; die Saffier 32 ft. Bereits als noch gezeichnet wird, treffen Bestellungen ein, und der Bau kann beginnen.
Inzwischen wurde 2005 die 100. Saffier 6,50 ausgeliefert. Auch international beginnt Saffier langsam, bekannter zu werden und erste Saffiere nach ganz Europa zu liefern.

Auch in Amerika und der Karibik werden die ersten Saffiere verkauft.
Trotz des Anstiegs der Saffier-Produktion bleibt die Werft, die inzwischen Saffier Maritiem heißt, einer Sache treu: Die Werft arbeitet auch weiterhin für den niederländischen Schiffrettungsdienst (KNRM), den Lotsendienst und die Berufsschifffahrt im Allgemeinen und verbessert damit ihre finanzielle Position, wodurch gleichzeitig Risikos eingeschränkt werden.

Im Dezember 2005 wird die erste Saffier 32ft. zu Wasser gelassen. Es folgen Probefahrten über eine Periode von 6 Wochen. Erst dann sind die Hennevangers 100% zufrieden.

Im Herbst 2007 wurde von allen drei Hennevangers ein neues Design konzipiert, die Saffier 26 daysailer. Diese Yacht wird zum Wendepunkt der Marke Saffieryachts. Vom ersten Tag an zieht die 26 Se die Aufmerksamkeit der Medien auf sich und gewinnt 2009 den „European Yacht of the Year“-Preis, die höchste Auszeichnung für eine Yacht in Europa. Das revolutionäre Design für komfortables  Segeln lässt von den ersten Zeichnungen an das Potential dieses Daysailers für den interessierten Kunden erkennen. Entspanntes Segeln ist der Schlüssel für viele Menschen und die SE 26 bietet all dies und mit ihrem atemberaubenden Design und Leistung ist sie der absolute Hit.

Für die Werft bedeutet dies kontinuierliches Wachstum. International bekommen die beiden Brüder mehr und mehr Fuß auf den Boden und schaffen es, ihr erstes Versprechen einzuhalten, hervorragende Saffiers zu bauen.

2010 gibt es wieder ein neues Design, völlig allein von Dean Hennevanger konzipiert, die Saffier 23 daysailer ! Dennis kümmert sich um umfangreiche Tests auf ihrem Heimatrevier, der rauen Nordsee. Auf der weltgrößten Bootsmesse, der Düsseldorfer „BOOT“, wird die SE 23 zum ersten Mal gezeigt und ist ein absoluter Hingucker. 2011 wird sie auch „European Yacht of the Year“ und erhält die niederländische Auszeichnung „HISWA Yacht des Jahres 2011“. Nie zuvor hat eine niederländische Werft zweimal hintereinander den European Yacht Award gewonnen. Damit steigt der Umsatz weiter.

Durch die Erweiterung ihrer Märkte suchen die Brüder vertrauensvolle, verlässliche Partner, um Kunden in anderen Ländern und Gewässern Beratung und Service zu gewähren. Das Ergebnis ist ein ausgewähltes Händlernetzwerk, das die Saffier-Philosophie in ihren Ländern vertritt.

Die Sc 10m ist das nächste Design von Dean Hennewanger, von dem  schon vom Reißbrett weg sechs Yachten verkauft wurden. Die Sc 10m mit ihren zeitlos klassischen Linien mit dem gleichzeitig modernen Deck- und Cockpitlayout, bietet  für jeden Ästeten pures Segelerlebnis.

Beide Brüder sind bis zum heutigen Tag aktive Segler. Dean liebt es, mit seiner Familie, eine Saffier 8.0 zu segeln. Dennis bevorzugt Regatten und ist dabei sehr erfolgreich. Sie sind stets auf der Suche nach neuen Entwicklungen, die sie bei ihren Saffiers verwenden können.

Daher ist eine Saffier immer auf dem neuesten, technischen Stand, eine absolut moderne Yacht!

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